Schlagwort: Melanchthon Akademie

Liebe ist politisch!

Foto: Jan Dooley

Foto: Jan Dooley

„‚Liebe‘ – ist das nicht ein falsches Wort?“ fragt der französische Philosoph François Jullien (2019: 159) in seinem Buch „Vom Intimen“. Und tatsächlich lässt sich zu Recht fragen: Was bedeutet „Liebe“ denn eigentlich? Wie lässt sie sich verstehen und be-/greifen? „Liebe“ ist ein schillernder Begriff – wofür eigentlich genau? Handelt es sich da um ein körperliches Begehren, eine Sehnsucht nach Berührung, Ekstase und Genuss, die schon bald wieder im Verschwinden begriffen ist? Handelt es sich um ein emotionales, vllt. manchmal auch übersteigertes Idealisieren von Personen, Lebewesen, Gegenständen oder auch z. B. Landschaften? Ist „Liebe“ nur schön und mit Vertrauen und Geborgenheit verbunden? Ist „Liebe“ nicht aber auch ein Vehikel, um letzten Endes Hass und Ausgrenzung zu legitimieren, wie bspw. im Rahmen nationalistischer „Vaterlandsliebe“ oder einer Ablehnung von Queerness im Kontext von heteronormativen Vorstellungen von Liebe, Partner*innenschaft und Familie? … oder ist „Liebe“ insbesondere eine ethisch-universalistische Grundhaltung und Wertorientierung, wie sie im Altruismus und in der Karitas ihren Ausdruck findet?

Wenn „Liebe“ all das gleichzeitig sein kann, bedeutet „Liebe“ dann am Ende… nichts mehr? … zumindest nichts Konkretes? Heißt das am Ende, dass „man nicht mehr ich liebe dich sagen sollte“, wie es Jullien (2020) formuliert, der stattdessen lieber „Intimität“ in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen rückt?

Love is all around. Liebe ist Thema!

Im ersten Halbjahr rückt die Liebe in den Mittelpunkt einer Veranstaltungsreihe der Melanchthon-Akademie – und so facettenreich, wie dieser Begriff ist, sind auch die damit verbundenen thematischen Vertiefungen. Bei diesen zeigt sich, dass Liebe fast immerzu gesellschaftsrelevante, politische Dimensionen aufweist – und auch das in vielfältiger Weise. Wer liebt wen oder was? Wer liebt wie? Wer soll wen oder was (nicht) lieben? Wie viel(e) darf man lieben? Was ist mit ungestillter Liebe? Wo hat Liebe vllt. auch anti-/demokratische Implikationen? Wie kann Selbstliebe ein Akt des Widerstands gegen Zumutungen sein – gegen Autoritäres, gegen Einengendes, für die eigene Freiheit und Emanzipation sowie die anderer?

Wir laden Sie und Euch herzlich ein, diese Fragen mit uns und unseren Referierenden zu vertiefen!

Einige ausgewählte Veranstaltungen in der Reihe „Liebe ist politisch“:

27. März 2025, 19.00-21.00 Uhr: Eva Illouz: Konsum der Romantik. Ausgewählte Passagen: Mit Markus Melchers. Hier anmelden!

9. April 2025, jeweils 19.00-21.00 Uhr: Starke Gefühle – Bibliolog meets Gewaltfreie Kommunikation. Was uns die starken Gefühle biblischer Figuren heute erzählen: Mit Jörg Heimbach und Antje Rinecker. Hier anmelden!

Sa, 5. April, 18:30-20.00 Uhr: Selbstoptimierung ≠ Selbstliebe. Warum grenzenlose Selbstoptimierung uns am Ende mehr schadet als nützt: Mit Marcel Eulenbach. Hier anmelden!

30. April 2024, 18.00-20.00 Uhr: Queeres Leben in Köln vom Mittelalter bis heute – ein historischer Stadtrundgang: Mit Thomas Freund. Hier anmelden!

7. Mai 2025, 18.30-20.00 Uhr: reasons for love. Ein philosophisch-menschenrechtliches Plädoyer für den Respekt vor unterschiedlichen Formen der Liebe: Mit Maike Nadar und Prof. Dr. Joachim Söder. Hier anmelden!

Hinschauen! Sexualisierter Gewalt gemeinsam entgegentreten

Sexualisierte Gewalt ist ein gesellschaftliches Phänomen, dessen Bekämpfung u.a. einer klaren Sprache, faktenbasierter Information und Handlungswissen bedarf. Sexualisierte Gewalt geschieht – im Alltag, in Familien, Einrichtungen, Vereinen und Kirche. Die evangelische Kirche im Rheinland hat sich Januar 2021 dazu entschlossen, auf Basis eines Kirchengesetzes die Aufdeckung und Verhinderung von sexualisierter Gewalt ernstzunehmen und im kirchlichen Alltag zu integrieren.

Sensibilisierungsschulungen

Vor diesem Hintergrund bieten wir in der Melanchthon-Akademie seit Sommer 2021 in Kooperation mit den Ev. Beratungsstellen regelmäßige Schulungen zur Sensibilisierung gegen sexualisierte Gewalt an. Ziel der Schulungen ist, durch den Austausch von Erfahrungs- und Fachwissen zu sensibilisieren, sowie über Präventions- und Interventionsmöglichkeiten zu informieren.

Schulungstypen im Überblick

Auch 2025 setzt sich das Schulungsangebot fort. Die Schulung richtet sich an ehren-, haupt- und nebenamtliche Mitarbeiter:innen des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. Es werden mehrere Schulungstypen angeboten. Zum einen finden regelmäßige Basis-Schulungen statt. Den unterschiedlichen Arbeitsfeldern entsprechend, bieten wir zudem in Kooperation mit der Ev. Beratungsstelle Leitungsschulungen für bspw. Presybter:innen, sowie Schulungen für hauptamtliche Mitarbeiter:innen in sozialen Arbeitsfeldern an.

Inhouse Schulungen

Für die Schulung eines gesamten Teams bieten wir eine Inhouse Schulung mit individueller Terminabsprache an. Auch hier erfolgt die Anmeldung über die Homepage der Melanchthon Akademie.

Offene Termine für 2025

Offene Termine für das Jahr 2025 finden Sie unter:

melanchthon-akademie.de/praevention

VERANSTALTUNGSHINWEIS

Fr., 28.03.2025, 10:00–16 Uhr

Traumasensiblere Kirche werden
Weiterdenken – ein Jahr nach der ForuM-Studie

Die Melanchthon-Akademie und die Frauenbeauftragte der evangelischen Kirche in Köln haben sich zur Aufgabe gesetzt, das kirchenleitende Handeln zur Aufarbeitung und zur Prävention von sexualisierter Gewalt durch Bildungsangebote und Einladungen zum theologischen
Nachdenken zu begleiten. Ein Jahr nach der Veröffentlichung der ForuM-Studie laden wir Sie ein, gemeinsam zu fragen und auszuloten,
was passieren muss, um auf dem Weg zu einer traumasensibleren Kirche zu sein…. Unser Studientag mit Vorträgen und Workshopangeboten soll Motivation und Auftakt sein sich auf den Weg zu machen.

Mit Prof. Dr. Michaela Geiger und Prof. Dr. Katharina von Kellenbach konnten wir Vortragende aus biblischtheologischer und sozialethischer Perspektive gewinnen. Workshops zu einzelnen thematischen Aspekten vertiefen das Vordenken. Kunst, Musik und kulturelle Interaktion bieten Freiräume zum Empowerment und Lust zum Weiterleben. Traumasensiblere und diskriminierungssensiblere Kirche können wir nur gemeinsam werden. Wir laden Sie zum Vor- und Weiterdenken ein.

Haus der Kirche I Kartäusergasse 9-11 I Nr. 1005B

LITERATURTIPP

„Entstellter Himmel: Berichte über sexualisierte Gewalt in der evangelischen Kirche“
Christiane Lange, Andreas Stahl, Erika Kerstner (Hrg.)
Zehn Menschen, die in der evangelischen Kirche Opfer von sexualisierter Gewalt geworden sind, erzählen in diesem Buch, was sie erlebt haben. Sie decken auf, wie Missbrauch unter protestantischen Vorzeichen geschehen konnte. Sie finden Worte dafür, was es bedeutet, wenn Glauben und Sexualität in ihrer Intimität verletzt werden.
26,00€ I Herder Verlag

Der künstlerische Weg als lebendiges Gebilde

EIN GESPRÄCH MIT MANFRED SCHMIDT

In der Welt der Kunst ist der Weg oft ebenso bedeutend wie das Ziel. Für den Künstler Manfred Schmidt, dessen Wurzeln in der Kunstakademie Düsseldorf liegen, ist dieser Weg ein lebendiger Organismus, vergleichbar mit einem Baum, dessen Äste sich in verschiedene Richtungen bewegen. „Wenn man offen ist, hält man öfters an und biegt auch manchmal ab“, erklärt er. Die Metapher beschreibt nicht nur seine künstlerische Entwicklung, sondern auch die ständige Suche nach neuen Ausdrucksformen.

Obwohl die ersten Jahre an der Akademie für ihn wichtig waren – vor allem durch den Austausch mit Kommilitonen und Professoren – betont er, dass die wahren Anregungen oft außerhalb des traditionellen Kunstbetriebs lagen. Es ist diese Unabhängigkeit von konventionellen Strukturen, die seinen kreativen Prozess prägt. „Man hat sein eigenes Magnetfeld“, sagt er und deutet damit auf die individuelle Natur des Schaffens hin.

Ein entscheidender Moment in seiner Entwicklung war die Erkenntnis, dass Intuition eine zentrale Rolle spielt. „Ich sehe den künstlerischen Weg aus der Distanz“, reflektiert er und kommt auf das Bild des wachsenden Baumes zurück: „Jeder Ast steht für eine Entscheidung oder eine Wendung im Leben.“ Diese Sichtweise hat nicht nur seine Herangehensweise an die Malerei geprägt (er malt jeden Tag gleich mehrere Bilder, als seien sie Früchte, die der Baum hervorbringt), sondern auch seine Verbindung zur Natur gestärkt.

Sein Herz schlägt für seinen Garten im Bergischen Land, der für ihn Ort der Inspiration und des Schaffens ist. Hier kultiviert er über 100 verschiedene Pflanzen und lässt die Bäume individuelle Richtungen einschlagen: „So entsteht ein sich stetig wandelndes Gebilde, das nicht nur das Auge ansprechen soll, sondern auch Raum für andere Kreaturen schafft“, erklärt er leidenschaftlich. Diese Nähe zur Natur spiegelt sich auch in seiner Kunst wider – neben der gegenständlichen Malerei arbeitet er ebenso abstrakt und baut Skulpturen, am liebsten, wenn Glyzinien oder wilder Wein den Dialog mit den Objekten noch befördern.

Manfred Schmidts Reise zeigt den Einfluss von persönlichen Erfahrungen und Umgebungen auf das künstlerische Schaffen. Sein Werk ist nicht nur von Farben und Formen geprägt, sondern auch von den Geschichten und Erlebnissen, die ihn umgeben haben. In einer Welt voller Ablenkungen bleibt er dem Wesentlichen treu: dem Dialog zwischen Mensch und Natur sowie dem ständigen Streben nach neuen Ausdrucksformen. Sein künstlerischer Weg bleibt spannend und vielversprechend – ein Baum voller Möglichkeiten.

Manfred Schmidt ist Dozent an der Melanchthon-Akademie und bietet folgende Kurse an:

Fr., 07.02.2025, 18:00–20:15 Uhr
Malen am Abend mit Aquarellfarben und Gouache
Wir erproben die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten mit leuchtenden wasserlöslichen Farben auf unterschiedliche Weise: abstrakte Farbverläufe, Porträts, Landschaften und Atmosphären. Der erfahrene Dozent holt Sie da ab, wo Sie mit Ihrer Erfahrung beim Malen stehen, und führt Sie zu erstaunlichen Resultaten. Bitte bringen Sie vorhandenes Malmaterial mit!
3 Termine | 36,00 € | Nr. 7134F

Sa., 15.03.2025, 10:00–14:00 Uhr
Garantiert Malen und Zeichnen lernen – Lernen zu klassischen Motiven der gegenständlichen Malerei
Die Lehrmethoden der amerikanischen Zeichenlehrerin und Psychologin Betty Edwards werden hier vorgestellt und eingeübt. Darauf aufbauend widmen wir uns den klassischen Motiven der gegenständlichen Malerei (Stillleben, Landschaft, Porträt und Akt). Bitte bringen Sie vorhandenes Mal- und Zeichenmaterial mit (Gouache, Aquarell, Pinsel, Stifte). Einfaches Papier und verschiedenfarbige Kreiden werden gestellt.
2 Termine | 64,00 € | Nr. 7135F

Köln fotografiert von Wohnungslosen: „Die Stadt aus meiner Perspektive“ – Ausstellungseröffnung

Ein Foto eines Projektteilnehmenden.

Ein Foto eines Projektteilnehmenden.

Die Foto-Ausstellung „Die Stadt aus meiner Perspektive“ eröffnet am Sonntag, 2. Februar, um 16 Uhr in der Melanchthonkirche Zollstock, Breniger Straße 18 in Köln. Die Ausstellung präsentiert Aufnahmen, die von Wohnungslosen in Köln gemacht wurden und die Stadt aus ihrem Blickwinkel zeigen.

Das Projekt ist eine Gemeinschaftsinitiative des Diakonischen Werks Köln und der Melanchthon-Akademie, gefördert von der Aktion Mensch. Im Rahmen dieses Kunstprojekts wurden etwa 100 Einwegkameras an Klient:innen der Wohnungsnotfallhilfe der Diakonie verteilt. Über den Zeitraum eines Jahres entstanden so über 1000 Fotos, aus denen in dieser Ausstellung eine Auswahl sichtbar werden wird.

Die Ausstellung bietet einen Einblick in die Lebenswelt der Wohnungslosen in Köln. Die Bilder bewegen sich in einem breiten thematischen Spektrum, von Alltagsmomenten bis hin zu persönlichen Geschichten und Emotionen.

Michael Lampa, Fachdienstleitung der Wohnungsnotfallhilfe beim Diakonischen Werk, betont die Bedeutung des Projekts: „Wir freuen uns, dass wir nun das Ergebnis dieses spannenden Gemeinschaftsprojekts präsentieren können. Es macht eine städtische Perspektive sichtbar, die ansonsten oft unsichtbar bleibt, und schafft eine Plattform, die obdachlosen Menschen eine Stimme gibt.“

Ein besonderer Aspekt des Projekts ist die gemeinsame Projektentwicklung von Anfang an: In regelmäßigen Treffen berieten sich die Fotografen gemeinsam mit Vertreter:innen der Diakonie und der Melanchthon-Akademie zur Wirkmacht der Fotografien. Dabei wurden schließlich aus den 1000 gesichteten Fotos eine Auswahl von etwa 100 Favoriten getroffen, von denen ein Teil nun in einer Kölner Ausstellungsreihe sichtbar sein wird – den Anfang macht dabei die Melanchthon-Kirche in Zollstock.

Die dortige Ausstellung läuft bis zum 16. Februar. Besucher:innen haben die Möglichkeit, nicht nur die Bilder zu betrachten, sondern auch Aufnahmen und Kalender zu erwerben. Der gesamte Erlös wird an die Wohnungslosenhilfe der Diakonie gespendet.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, die Ausstellung zu besuchen, mit den Initiator:innen ins Gespräch zu kommen und ihre Eindrücke bei einem anschließenden Orgelkonzert in der Kirche Revue passieren zu lassen.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Website www.melanchthonkirche.de.

Loslassen und Neues begrüßen: Spirituelle Veranstaltungen und eine Übung für Balance

Spirituelle Übungen können dabei helfen, loszulassen und Neues zu begrüßen. Eine kleine spirituelle Übung geht so:

Ich sitze auf einem Stuhl, aufgerichtet und dennoch entspannt. Meine Hände liegen auf meinen Oberschenkeln mit den Handflächen nach unten.
Meine Gedanken begleiten alles, was ich gerade loslassen möchte oder wovon ich mich unfreiwillig verabschieden muss. Freundlich betrachte ich Situationen, Menschen, Dinge, bedanke mich bei ihnen und lasse sie gehen. Lasse sie – gefühlt – aus meinen Fingerspitzen hinausfließen.

Wenn ich damit fertig bin, drehe ich meine Hände um, nun liegen sie mit den Handflächen nach oben auf meinen Oberschenkeln. Wie offene Schalen.
Was kommt auf mich zu, was will von mir begrüßt werden? Wieder betrachte ich alles freundlich, heiße es willkommen. Ich überlege, was ich brauche, um mich gut mit dem Neuen anfreunden zu können. Ich beende die Übung, wenn ich spüre, für heute ist genug.

Klein und unaufwändig entfaltet diese Übung große Wirkung.

Sie erdet mich. Nicht alles, was ich loslasse, macht mich traurig, oft genug bin ich auch erleichtert, etwas gehen zu lassen. Erstaunlicherweise spüre ich Ge-LASSEN-heit.

Sie richtet mein Augenmerk auf das, was ich brauche, um mit dem Neuen gut zurechtzukommen. Ich kann den Wandel begleiten, sogar gestalten, bin ihm nicht einfach ausgeliefert.

Zwischen diesen beiden Polen bleibt ein Drittes: „Prüfet aber alles und das Gute behaltet“. (1.Thess 5,21) So bilden das Loslassen (Exnovation), das Behalten (Tradition) und das Neue (Innovation) eine Balance. Von diesem Zusammenspiel hängt der Erfolg von Transformationen ab. Das gilt auch für die großen Transformationen, in denen wir uns gerade befinden, klimatisch, gesellschaftlich oder kirchlich.


PROGRAMMHIGHLIGHTS

Di., 28.01.2025, 19:00–21:00 Uhr ONLINE
Wie entsteht eine gute Zukunftskultur?
Eine Kooperationsveranstaltung mit der Ev. Akademie im Rheinland
Isabel Hartmann, Prof. Dr. Rainer Knieling
1 Termin | 3 Ustd | kostenlos | Nr. 4122R

Mi., 05.02.2025, 19:30–21:00 Uhr ONLINE
Keltische Spiritualität – Frischluftzufuhr aus den Tiefen der Geschichte
Gerold Vorländer
1 Termin | 2 Ustd | 8,00 € | Nr. 4124R

Mi., 19.02.2025, 19:00–21:00 Uhr
Die „Glaubens-WG“ – Big Brother religiös?
1 Termin | 2 Ustd | 8,00 € | Nr. 1012B |
Melanchthon-Akademie | Sachsenring 6

Do., 04.09.2025 – Sa., 13.09.2025
Studienfahrt nach Iona – Time and Space – leben mit der Community of Iona
Informationen unter:
rinecker@melanchthon-akademie.de
Nr. 4136R

Zusammen.LEBEN.Gestalten.

Fortbildung: „Ist Engagement etwas für mich?“

In einer Inspirations-Fortbildung gehen die Teilnehmenden der Frage nach „Ist Engagement etwas für mich?“ Gemeinsam mit den Dozentinnen und Dozenten der Melanchthon-Akademie können Interessierte an vier Freitagabenden erkunden, ob, wie und warum ein Engagement für jeden einzelnen sinnvoll sein kann. In Zeiten des Wandels, sei es durch den Klimawandel, gesellschaftliche Veränderungen oder geopolitische Unsicherheiten, gewinnt das Konzept der Selbstwirksamkeit an Bedeutung. Es geht darum, wie in unübersichtlichen Zeiten ein sinnvolles Leben geführt werden kann. Über ein Jahr hinweg werden verschiedene lokale Projekte besucht und individuelle Interessen und Möglichkeiten ausgelotet und gleichzeitig betrachtet, welche positiven Impulse von den Ideen der Teilnehmenden für die Gemeinschaft ausgehen und wie diese die Demokratie stärken können.

Los geht es am Freitag, 31. Januar, 19 bis 22 Uhr, im Café Himmel und Ääd in Bergisch Gladbach, Altenberger-Dom-Straße 125. Antje Rinecker, Studienleiterin der Melanchthon-Akademie, und Katharina Haubold, Referentin für Transformationsstudien an der CVJM Hochschule Kassel, leiten den ersten Abend mit dem Titel „Was will ich jetzt wirklich, wirklich? Engagement und ich?!“. Weitere Termine und Themen: „Die Mitwelt entdecken – interaktiv im urbanen Raum am Freitag, 23. Mai, 18 bis 22 Uhr, im Gemeindezentrum der Evangelischen Lukaskirche in Porz, Mühlenstraße 2; „Vielfalt leben – Demokratie stärken“ am Freitag, 29. August, 18 bis 22 Uhr, im Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Dünnwald, Berliner Straße 944; „Go on – STARK und werde stärker“ am Freitag, 7. November, 18 bis 22 Uhr, im Café Himmel und Ääd in Bergisch Gladbach, Altenberger-Dom-Straße 125. Die Teilnahme an allen Abenden ist kostenlos.

Martin Bock

Zusammen. Leben. Gestalten. Das ist die große Herausforderung des Erwachsen-Seins in seiner langen Wegstrecke. Ich bin selbst mittendrin. Kinder fast aus dem Haus. Schon ein paar graue Haare. Viele Gewissheiten verändern sich. Es macht mir Freude, Leben, Körper, Geist, Glauben, Sehnsüchte und Enttäuschungen neu zu klären und nach Weggemeinschaft zu suchen – generationsübergreifend. Dass dies auch mein Beruf ist, in der Akademie, mitten in der Stadtgesellschaft: wie toll!“

Antje Rinecker

„Ich bin davon überzeugt, dass nichts so bleiben muss, wie es ist. Dass sich immer Möglichkeiten eröffnen. Dass es nie nur auf mich ankommt. Dass ich aber einen Unterschied mache, weil ich Fähigkeiten habe und eine Stimme. Deshalb finde ich „Zusammen.LEBEN.gestalten“ so großartig. Einen Prozess zu begleiten und zu gestalten, der mich wirklich packt. Zusammen mit anderen eine Vision zu teilen und konkret daran zu arbeiten. Jeder Mensch kann etwas, Unterschiedlichkeit ist eine, ist die Ressource. Die Gestaltungskraft wächst im Miteinander. Darauf zu vertrauen, dass wir im Prozess getragen sind, den Wind im Rücken haben. Dazu Menschen immer wieder einladen zu dürfen. Dafür bin ich dankbar.“

Stefan Hößl

Zusammen.Leben.Gestalten. und die Förderung sozialen Engagements in einer demokratischen, pluralen Gesellschaft sind grundlegend auf Räume verwiesen, in denen Reflexions- und Lernprozesse ermöglicht und begleitet werden können – und das sind nicht immer Wohlfühl-Räume, weil natürlich auch kollegiales Streiten und Ringen um Inhalte und Positionen, immer aber auch eine Offenheit zur Selbstkritik und zur Veränderung dazugehören. Und wer von uns ist denn immer und gerne bereit, eigene liebgewonnene Gewissheiten zu hinterfragen oder sich von Altbekanntem zu verabschieden? Im Rahmen meiner Arbeit als Studienleiter politische Bildung ist es ein wesentliches Ziel, Räume, in denen so etwas passieren kann, darf und soll, zu schaffen.“

Lea Braun

Zusammen.Leben.Gestalten. – das bedeutet für mich im Chaos der Welt aus meiner Ohnmacht herausfinden. Gemeinsames suchen. Brücken bauen. Konflikte verstehen. Gegen den Strom aufeinander zu schwimmen. Spielräume entdecken und experimentierfreudig bleiben. Wie gut, dabei nicht alleine zu sein! Wie gut, diese Räume in der Akademie mitgestalten zu können!“

Lena Felde

Zusammen.Leben.Gestalten. bedeutet für mich, in der Erwachsenenbildung lebendige und vielschichtige Erfahrungsräume zu schaffen, in denen Menschen die Vielfalt unserer Gesellschaft kennenlernen und mit Offenheit auf Unterschiede zugehen können. Diese Räume regen die leibliche und denkerische Kreativität an und eröffnen die Möglichkeit zur Entwicklung und auch Erprobung neuer Ideen, die unsere Gemeinschaft bereichern und Demokratie aktiv mitgestalten.“

Dorothee Schaper

Zusammen.Leben.Gestalten. heißt für mich:   Demokratie lebendig leben mit vielen Verschiedenen, Gesprächsräume öffnen, Unterschiede würdigen, fröhlich streiten, Gerechtigkeit bauen und das humorvolle und gottlobende Augenzwinkern über unseren wunderbaren blauen Planeten mit all seinen sperrigen Bewohnern nicht vergessen.“

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